Verteiltes System

Gründe

Verteilung und Heterogenität eines Informationssystems kann mehrere Gründe haben.

Abhängigkeit von vorhandenen Systemen: In der Regel ist man von den vorhandenen Systemen abhängig. Zum Beispiel bei einer Firmenfusion kann Soft- und oder Hardware nicht oder nicht sofort auf den gleichen Stand gebracht werden.

Performanz: Ist ein einzelnes Informationssystem nicht in der Lage, eine Aufgabe wegen ihrer schieren Grösse zu bearbeiten, so kann oder muss die Arbeitslast auf mehrere Systeme verteilt werden.

Datenschutz: Kann der Schutz besonders schützenswerter Daten auf einem noch anderweitig genutzten System nicht gewährleistet werden, dann ist es notwendig, die Daten auf ein anderes System auszulagern. Für dieses können dann die geeigneten Massnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel physikalische Zugangsbeschränkungen, das Unterlassen der Anbindung an ein Netzwerk oder ähnliches.

Datensicherheit: So kann z.B. das Versagensrisiko minimiert werden, in dem es so einrichtet, dass eine Aufgabe von mehreren Informationssystemen übernommen werden kann. Der Dienst ist dann so lange verfügbar, so lange mindestens eins der Systeme lauffähig ist.
 

Herausforderungen

Verteilte Systeme stellen besondere Herausforderungen an ihre Entwickler und Betreiber.

Ausfallsicherheit: Verteilte Systeme bestehen aus mehreren Teilen. Je mehr dieser Teile gleichzeitig funktionsfähig sein müssen um die Funktionalität des Gesamtsystems zu erhalten, desto schwieriger wird es, die Ausfallsicherheit des Gesamtsystems zu garantieren. Zu den Teilen eines Informationssystems gehören nicht nur die beteiligten Rechner, sondern auch die Bestandteile des Kommunikationsnetzes.

Integrität: Ist die Arbeitslast eines Informationssystems auf mehrere Teilsysteme verteilt, so erwartet man als Benutzer, dass alle Teilsysteme die gleichen Daten zur Verfügung stellen.

Überwindung von Heterogenität: Das Ideal ist der einheitliche Zugriff auf verschiedene Systeme.

Überwindung von Flaschenhälsen: Bei schlecht entworfenen verteilten Systemen schleicht sich leicht eine zentrale, von allen Teilsystemen genutzte Komponente ein, die überlastet wird.